Amariah N., geboren 2016, ist ein kluges, fröhliches Mädchen aus Ongata Rongai in Kenia.
Sie besucht die 3. Klasse der Ongata‑Rongai‑Grundschule, die etwa 30 Minuten Fußweg von ihrem Zuhause entfernt liegt. Ihre Mutter bringt sie jeden Morgen hin und holt sie nach Schulschluss wieder ab. Amariah liebt besonders Kiswahili und Mathe — in beiden Fächern erreicht sie beeindruckende 90 %. Ihr Lehrer Guyo ist für sie eine wichtige Bezugsperson, und in den Pausen spielt sie gern Fangen mit ihrer Freundin Betila.
Zu Hause spielt Amariah am liebsten mit Puppen, oft gemeinsam mit ihrer Nachbarin Tailia. Ihre Fantasie ist groß, und sie findet überall etwas, das man in ein Spiel verwandeln kann. Wenn sie groß ist, möchte sie Pilotin werden — ein Beruf, den sie spannend und mutig findet.
Amariah lebt mit ihrer Familie im Slum Kware. Drei Personen teilen sich ein kleines Haus von nur zwölf Quadratmetern. Alle schlafen gemeinsam auf einem Bett. Das Haus hat Strom, aber keinen Wasseranschluss — das Wasser muss täglich mehrfach vom Brunnen geholt werden. Die Lebensbedingungen sind einfach, doch die Familie hält zusammen.
Ihr Vater Andrew hat die Familie verlassen, als Amariah noch sehr klein war. Ihre Mutter Agnes arbeitet als Gelegenheitswäscherin und verdient rund 6.000 KSH im Monat (etwa 50 Euro). Das ist das einzige Einkommen, von dem die kleine Familie lebt. Amariah hat eine einjährige Halbschwester namens Amanda, die bei der Großmutter bleibt, wenn die Mutter arbeitet. Außerdem lebt ihr Cousin Jean, 14 Jahre alt, mit im Haus. Er schläft auf dem Sofa, da seine Mutter in Saudi‑Arabien arbeitet.
Trotz der schwierigen Umstände zeigt Amariah eine beeindruckende Lernfreude, viel Herz und große Ziele. Eine Patenschaft würde ihr nicht nur Hoffnung schenken, sondern auch die Möglichkeit geben, ihre schulischen Chancen zu stärken und ihrem Traum, Pilotin zu werden, ein Stück näherzukommen.