30. August 2026
Hallo zusammen,
wir möchten euch über die aktuelle Situation in unserem Projektgebiet auf den Philippinen informieren – und warum unsere Hilfe dort gerade besonders wichtig ist.
In den Regionen rund um Angeles und Manila haben in den letzten Tagen außergewöhnlich starke Regenfälle eingesetzt. Ganze Stadtteile stehen unter Wasser. Slumhütten, die oft nur aus Holzresten und Wellblech bestehen, werden von den Wassermassen unterspült und rutschen weg. Stromausfälle sind an der Tagesordnung, Wege sind unpassierbar – selbst unser Projektbüro war zeitweise nicht mehr erreichbar.
Die gute Nachricht: Unsere Projektfamilien sind nach aktuellem Stand alle in Sicherheit und weitgehend gesund.
Die Realität dahinter: „Keine größeren Schäden“ bedeutet in einem Slum etwas anderes als bei uns. Wenn eine Familie nur eine 4 x 3 Meter große Hütte besitzt – ein einziger Raum, Lehmboden, eine Feuerstelle, eine dünne Matratze – dann ist schon ein nasser Schlafplatz ein schwerer Verlust. Eine Herdplatte, die nicht mehr funktioniert, oder Kleidung, die im schmutzigen Wasser treibt, sind Dinge, die für uns leicht ersetzbar wären, für diese Menschen jedoch existenziell sind.
Mit der Flut werden zudem Würmer, Fäkalien und Müll durch die engen Gassen der Slums gespült. Das Wasser ist nicht nur zerstörerisch, sondern auch gefährlich. Infektionen, Hautkrankheiten und Durchfall breiten sich in solchen Situationen oft schnell aus.
Unsere Projektleiterin ist derzeit in allen vier Slumgebieten unterwegs, um die Lage der Familien genau zu erfassen und herauszufinden, wo dringend Unterstützung benötigt wird.